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StreamSafe lanciert nationale Aufklärungskampagne

Streamsafe

Laut einer Studie der Audiovisual Anti-Piracy Alliance (AAPA) nutzen rund 634’000 Menschen in der Schweiz illegal angebotene IPTV-Dienste, die Inhalte nicht rechtmässig erworben haben. Wer solche Dienste nutzt, setzt sich einem hohen Risiko von Betrug, Phishing, Malware sowie Identitätsdiebstahl sowie dem Missbrauch persönlicher Daten und Zahlungsinformationen aus. Ermittlungen europäischer Strafverfolgungsbehörden haben gezeigt, dass illegale IPTV-Plattformen mit weitergehenden kriminellen Aktivitäten in Verbindung stehen können. Bei einer Razzia im Jahr 2024, an der mehrere europäische Länder – darunter auch die Schweiz – beteiligt waren, meldete Europol Hinweise auf Geldwäscherei und organisierte Cyberkriminalität im Zusammenhang mit einem grossen illegalen Streaming-Netzwerk. Damit ist klar: illegale Streaming-Angebote schaden nicht nur Sendern und Rechteinhabern, sondern potenziell allen Menschen, die sich im digitalen Raum bewegen.

Aus diesem Grund lanciert eine breite Allianz aus Schweizer und internationalen Akteuren aus Sport, Medien und Unterhaltung die neue Sensibilisierungskampagne gegen illegales Streaming: StreamSafe.

StreamSafe.
Die Allianz vereint Ligen, Clubs, Sender, Rechteinhaber und Medienunternehmen mit einem gemeinsamen Ziel: Konsumentinnen und Konsumenten über die Risiken und Auswirkungen von illegalem Streaming zu informieren und sie dazu zu bewegen, ihren Lieblingssport und ihre Lieblingsunterhaltung auf sichere und legale Weise zu geniessen. StreamSafe will die Wahrnehmung, die Nutzung illegaler Streaming-Angebote sei eine harmlose Methode, um Geld zu sparen, verändern und auf die zunehmende Problematik hinweisen.

 

Mehr als 630’000 Streaming-Nutzende in der Schweiz nutzen gemäss Schätzung illegales IPTV

Der Sensibilisierungsbedarf wird durch die Zahlen einer neuen Studie der Audiovisual Anti-Piracy Alliance (AAPA) unterstrichen. Laut der Studie nutzen rund 634’000 Menschen in der Schweiz für illegale IPTV-Dienste. Das entspricht 9,4 % der Schweizer Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren und liegt damit leicht über dem europäischen Durchschnitt von 8,9 %.

Das Problem beschränkt sich nicht auf die Schweiz. Europaweit zeigen die Daten der AAPA, dass im Jahr 2025 34,4 Millionen Menschen in den EU27-Staaten und dem Vereinigten Königreich auf illegale IPTV-Dienste zugegriffen haben – rund 2,5-mal so viele wie noch 2018. Legitimen audiovisuellen Anbietern entstehen dadurch potenzielle Verluste in Milliardenhöhe.

 

Wirtschaftliche Folgen von illegalem IPTV

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind in vielerlei Hinsicht bedeutend. Illegales IPTV entzieht legitimen Sendern, Rechteinhabern und dem gesamten Sport- und Unterhaltungsökosystem wichtige Einnahmen. Im Sport kommen Einnahmen auch Ligen und Clubs zugute und tragen dazu bei, Strukturen auf verschiedenen Ebenen des Sports zu finanzieren, nebst dem Spitzensport beispielsweise auch im Nachwuchs- und Breitensport. Laut AAPA-Studie verlieren alleine die legitimen Pay-TV-Anbieter der Schweiz durch Piraterie potenziell rund 70 Millionen Franken Umsatz pro Jahr.

 

Breite Allianz hinter StreamSafe

StreamSafe wird von Organisationen aus dem gesamten Sport- und Unterhaltungsökosystem getragen, darunter Clubs und Ligen, Sender, Rechteinhaber und Medienunternehmen. Profis der Brack Super League im Fussball und der National League im Eishockey unterstützen die Initiative mit persönlichen Videobotschaften, in denen sie sich direkt an die Fans wenden.

Die Kampagne wird schweizweit ausgespielt, unter anderem in den Stadien der Super League und National League, auf den Programmen und Plattformen der beteiligten Sender und Streaming-Dienste, in ausgewählten Kinos sowie in verschiedenen Medien. Beteiligte Clubs und Partner verstärken die Reichweite über ihre eigenen digitalen und sozialen Medienkanäle. Die folgenden Unternehmen sind Mitglieder der StreamSafe Allianz: Nagra Vision, SFL, National League, LALIGA, Bundesliga, Premier League, UEFA, Canal+, Swisscom, blue Sport, Sky, Sunrise, mySports, One+ und DAZN.

 

Stimmen der StreamSafe-Allianz

Claudius Schäfer, CEO Swiss Football League:
«Die Einnahmen aus den Medienrechten sind eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Schweizer Profifussballs. Illegales Streaming gefährdet diese Einnahmen und schadet damit letztlich den Klubs und dem gesamten Sport. Mit StreamSafe setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern ein klares Zeichen gegen diese Entwicklung. Gleichzeitig wollen wir die Fans für die Risiken illegaler Angebote sensibilisieren und das Bewusstsein für den Wert legaler Sportübertragungen stärken.»

 

Denis Vaucher, CEO National League:

«Die National League lebt von ihren Fans und von starken Partnerschaften. Mit illegalem Streaming werden unseren Klubs Mittel entzogen, die insbesondere auch für den Nachwuchs wichtig sind. Mit unserer Teilnahme an der Kampagne «StreamSafe» wollen wir mithelfen, dass unsere Spiele legal und fair mitverfolgt werden.»

 

Javier Tebas, Präsident von LALIGA:

«Audiovisuelle Piraterie ist weder ein lokales Problem noch ein Verbrechen ohne Opfer: Sie ist eine globale Bedrohung, die den Clubs, den Spielern und dem gesamten Fussball-Ökosystem Ressourcen entzieht, vom Spitzen- bis zum Breitensport. Bei LALIGA bekämpfen wir sie seit Jahren mit Technologie, rechtlichen Massnahmen und internationaler Zusammenarbeit. Wir wissen, dass hinter vielen dieser Plattformen organisierte Netzwerke stehen, die auch die Daten und das Geld der Fans gefährden. Deshalb unterstützen wir STREAMSAFE. Der Kampf gegen Piraterie ist nur dann wirksam, wenn Ligen, Anbieter und Behörden zusammenarbeiten, auch in der Schweiz.»

 

Morten Solbakken, Executive Vice President und COO NAGRAVISION:

«Illegales Streaming mag für Konsumentinnen und Konsumenten zunächst verlockend erscheinen. Doch es schadet nicht nur den Rechteinhabern, sondern birgt auch zahlreiche unangenehme Überraschungen, etwa Phishing, Hackerangriffe und manipulative Inhalte. NAGRAVISION stellt sicher, dass Konsumentinnen und Konsumenten Zugang zu vertrauenswürdigen Inhalten erhalten und nicht zur Zielscheibe von Hackern und anderen zwielichtigen Akteuren im Internet werden. Denn letztlich stellt sich die Frage: Kann man Dieben wirklich vertrauen?»

Cyril Wick, CEO blue Entertainment AG:
«Qualitativ hochwertiger Sport und erstklassige Unterhaltung entstehen nicht von selbst, sie brauchen ein funktionierendes Ökosystem, das in Inhalte, Technologie und Talente investiert. Illegales Streaming gefährdet dieses Gleichgewicht. Mit StreamSafe setzen wir gemeinsam ein Zeichen für fairen Wettbewerb und eine nachhaltige Zukunft des Sports.»

 

Matthias Krieb, Vice President mySports

«Hinter jeder Live-Übertragung steckt ein grosser Aufwand – von der Berichterstattung im Stadion bis zu den Produktionsteams im TV-Studio. Illegales Streaming schwächt die Grundlage, auf der hochwertiger Sport produziert und präsentiert werden kann. Mit StreamSafe wollen wir die Menschen für diese Zusammenhänge sensibilisieren und zeigen, weshalb die legitimen Angebote für die Zukunft des Sports so wichtig sind.»

Über StreamSafe

StreamSafe ist eine Sensibilisierungsinitiative, die Organisationen aus dem Schweizer und europäischen Sport- und Unterhaltungsökosystem zusammenbringt, um das Bewusstsein für illegales Streaming zu schärfen. Im Mittelpunkt stehen die Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Auswirkungen von Piraterie auf Sport, Unterhaltung und die Branche als Ganzes.

www.streamsafe.ch